Mit der Realisierung des Treffens am 24. Februar zwischen Ansprechpartnern von “Aktion Augen Auf!” und Schülern aus den Vierteln “Svoboda” und “Nadeschda” in Sofia wurde der Anfang der Initiative “Rede mit mir!” gelegt, die als Ziel hat, Wege für die Realisierung von guten Taten vor den Jungen Menschen zu zeigen und dadurch Ihre Aufmerksamkeit auf das Gute und sein Schaffen zu konzentrieren.
Das Treffen, das sich mit dem Problem der immer größer werdenden Gewalt an den Schulen beschäftigte, hat im Gebäude der 63. Allgemeinbildenden Schule “Christo Botev” stattgefunden. Es ist Teil des Projektes der Viertelverwaltung in Nadeschda, das sich mit der immer größer werden Agression beschäftigt.
Das Team von “Aktion Augen Auf!” wurde für die Diskussion eingeladen bei der es versucht hat, eine wärmere Athmosphäre zu schaffen, die die jungen Menschen zu einem Gespräch über das Problem bewegte. Unsere Vertreter haben über Ihre Arbeit erzählt und den Schülern angeboten, ihnen bei der Organisation von Initiativen, die sie unternehmen wollen, zu helfen. Als eine solche Initiative haben wir das Gestalten von Klassenzimmern mit selbstgemalten Bildern vorgeschlagen.
Der Vorschlag wurde mit Begeisterung aufgenommen.
Wir freuten uns, dass auch der Chef der Stadtteilsverwaltung Nadaschda , Herr Dimitar Dimov, an der Diskussion teilgenommen hat. Er sicherte uns auch zu, dass wir uns bei der Realisierung der Idee auf die Mittel der Stadtteilsverwaltung verlassen können.
Nach dem offiziellen Teil, der länger als zwei Stunden dauerte, sind die Kinder im Saal geblieben, wo sie Ideen für die zukünftige Initiative ausgetauscht haben. Für uns war das das sicherste Zeichen, dass für sie das Treffen interessant und nützlich war. Das Team von “Aktion Augen Auf!” wurde für Mitwirkung bei der Organisation von Veranstaltungen eingeladen, die von der Leitung der 153 Neofit-Rilski-Schule geplant sind.
Am nächsten Tag kam auch eine Einladung der 141. mittelallgemeinbildenden Schule wo ein Treffen zu den selben Problemen stattfinden wird.
Wir danken den Schülern der 15 mittelallgemeinbildenden Schule , 101 mittelallgemeinbildenden Schule ( “Batscho Kiro”), des 153. Profilgymnasiums “Neofit-Rilski-Schule” und der 141 mittelallgemeinbildenden Schule für das Vertrauen, das sie uns gegeben haben und den Freunden unseres Vereins Joana Petkova, Maja Arsowa und Nikolaj Todorov, die mit Ihrer Teilnahme an der Diskussion die Sache für mehr Gespräche und mehr konstuktiver Taten unterstützt haben und in den jungen Menschen den Wunsch erzeugten, Gutes zu tun.
Hallo Freunde!
Die neue Initiative von Aktion Augen Auf! ist es, zwei soziale Gruppen, die oft vom Gesellschaftsleben isoliert werden, zusammenzubringen, nämlich Waisenkinder und Menschen mit Behinderung.
Wir haben das Ziel vom 11.-13. April 2008 einen Ausflug für Angehörige der beiden Gruppen nach Ribaritza, ein farbenfrohes Dorf im Herzen des Balkangebirges zu organisieren.
Für die Verwirklichung dieser Idee bitten wir um Spenden, mit denen wir die Kosten unserer Freunde aus dem nationalen Netzwerk für Menschen mit Behinderung und die Kinder aus dem Waisenheim “K. Ljapcheva” in Dolna Banja decken können. Für das Treffen haben wir schon eine Reihe Unternehmungen geplant, wie einen Talentabend, eine Fotosafari mit einem Jeep durch das Balkangebirge und einen Basteltag für kleine Kunstwerke, die für wohltätige Zwecke verkauft werden können.
Mit den damit gesammelten Mitteln werden wir neue spezialisierte Literatur für das Tageszentrum für alte Intelektuelle “Srebarna esen - Silberner Herbst” in Sofia kaufen. (Zagore 6, Sofia)
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Weihnachten näherte sich. Die Zeit der sichtbaren und der unsichtbaren Wunder.
In einer Dezembernacht entschlossen wir uns, Karten für unsere Freunde von der Website für Menschen mit Behinderung in Bulgarien zu basteln.
Große Euphorie brach an, weil die Zeit knapp war und für alle einhunderteins Menschen, die eine Vorstellung auf der Website veröffentlicht haben, eine Karte geben musste. Die brennende Begeisterung erfasste unsere Freunde in ganz Deutschland und breitete sich auch in Bulgarien aus. Die deutschen Mitglieder des Vereines schickten die Karten zu ihren bulgarischen Kollegen, die die Arbeit in der Hauptstadt Sofia fortsetzen. Freunde schlossen sich uns an und alle klebten Perlen, Blumen, Zimstangen und getrocknette Blätter, schnitten und schrieben mit einem Lächeln. Jeder, inspiriert von einer Lebensgeschichte, jeder dankbar, dass er ein bisschen Wärme schaffen kann, die er hoffte, weitergeben zu können.
Und das Wunder geschah! Die Karten wurden in der virtuellen Galerie von network-hv.com im Abschnitt Ereignisse veröffentlicht und von da an begannen Kommentare von Menschen zu kommen, die sich für die riesige Freude und Überraschung bedankten, die die Karten bei ihnen hinterlassen haben.
Wir waren auch glücklich! Jetzt würde sich im Büro all unserer Freunde eine kleine Karte befinden, gleichsam als ob sich ein Weihnachtsvogel niedergelassen hätte, der Glaube und mehr Hoffnung für den gegenwärtigen Tag bringt.
Liebe Freunde,
wir wollen Ihnen von einer Initiative erzählen, die von zukünftigen Mitgliedern des Vereines „Aktion Augen Auf!“ und seinen Freunden im August 2007 angefangen wurde.
Jeder, der einmal eine Kinderabteilung in einem bulgarischen Krankenhaus besucht hat, wird nur schwer die langen grauen Korridore, die luminiszenten Lampen und die erschrockenen Kinderaugen vergessen. Stellen Sie sich vor, was für einen Schock der Aufenhalt in so einer Krankenhausanstalt für die bunte, kindliche Phantasie bedeutet! Und dann wurde die Idee geboren ein Krankenhaus zu finden, in dessen Kinderabteilung wir bunte märchenhafte Bilder malen können.
Wir wälten das zweite Klinikum für aktive Behandlung im Viertel Banischora in der Hauptstadt Sofia. Am ersten Tag haben wir drei Mädchen mit den Bildern angefangen und am vierten Tag arbeiteten schon fünfzehn Jugendliche an Ihnen. Die Farbtöpfe wurde immer leerer und an den Wänden entstand ein farbenfrohes Bild nach den anderen. Am Anfang malten wir Blumengirlanden über jede Tür in der Abteilung für Kinder von drei bis achtzehn Jahren. Danach widmeten wir uns dem Esszimmer, in dem es bisher nur einige Plakate gab. Jetzt essen die Kinder schon als Tischnachbarn des kleinen Rehs Bambi zu Mittag, neben einigen Igeln in Latzhosen unter einem Frühlingsbaum mit Vogelnest im Gipfel.
Danach folgen die Bilder im Gang , wo Rapunzel in ihrem Himmelsturm ebenso wie Musikant Grille und die fleißige Ameise aus der gleichnamigen Fabel von Lafontaine und Pu, der Bär, mit seinem ewigen Honigtopf sowie viele andere Märchenhelden zum Leben erwachten. Die Bilder im Badezimmer endeten mit der Erscheinung von Frau Ente, die zwischen Rohrkolben schwimmt und Herrn Frosch, der gemühlich in seiner Badewanne liegt. An der Tür, die zu den Behandlungszimmern führte, tanzten schon eine Grille und eine Ameise im bunten Karneval unter farbigen Girlanden. Und an der Eingangstür der Abteilung landeten Bienen, Käfer und Ameisen. Beim Öffnen der Tür wird man von Rehkitzen in Pelzchen und einer Maus, die ihre Hände über dem warmen Herd wärmt , Willkommen geheißen. Im Einschreibungraum begrüßt einen die Grille, die sich auf eine Kirsche gesetzt hat und ihr Bruder, der Gitarre spielt.
So wurde in fünfzehn Tagen ein kleines, buntes Reich geschaffen, an dessen Aufbau auch die Kinder selbst hocherfreut und neugierig, wie die Bilder an der Wand erschienen, teilgenommen haben. Auch uns selbst versetzte es in höchste Begeisterung, zu sehen, was wir durch unsereren großen Willen und mit unseren doch unprofessionellen Fertigkeiten schaffen können. Am Ende waren alle – „Maler“, kleine Patienten, Mütter, und die Angestellten des Krankenhauses glücklich, dass von nun an in der obersten Etage des Krankenhauses so viel Buntheit leben wird.
Aber es blieb etwas, was noch getan werden sollte: Es gab Märchenhelden, also sollte es auch echte Märchen geben! Unser Freund Kirtscho erzählte die Märchen von Andersen, brannte diese auf CD und schenkte den Kinderherzen die „Winterkönigin“, „die kleine Sirene“ und alle Andersenhelden.
Aber die Frage, wie die CD mit den Märchen in jedem Behandlungszimmer abgespielt werden könnte, war noch ungelöst. Für die Verwirklichung dieser Idee half uns die sofische Organisation von „GERB“, die für alle Zimmer Stereoanlagen schenkte.
In jedem Zimmer gab es so eine CD mit den Andersenmärchen, eine Stereoanlage, um diese anzuhören und in den gemeinsamen Räumen Märchenhelden, die Freude in den Kinderherzen schaffen sollen. Das erste Märchen, dass die Kinder zusammen hören wollten, war die „Winterkönigin“.
P.S.: Monika Monova und Asen Georgiev berichteten im Interview bei „Darik-Radio“ für die Initiative. Im Zuge dessen wurden auch Teile der Andersen-Märchen gesendet.
Für die Verwirklichung dieser Initiative wollen wir allen jungen Leuten danken, die ihren ganzen Wunsch und ihre Fertigkeiten bei Schaffen der Bilder eingesetzt haben, insbesondere Monika Monova, die außer Ihrer ständigen Arbeit an den Bildern uns auch alle Ihre Malermaterialien zur Verfügung stellte, mit denen die Bilder gemacht wurden.
Unser besonderer Dank gilt natürlich auch der sofischen Organisation von „Gerb“ (bürgerlich-nationalistische Partei) , die fünf Stereoanlagen spendeten und so den Kindern die Möglichkeit gegeben haben, die Märchen-CDs zu hören.